10 Fragen an...

Inga Humpe

Inga Humpe Foto: Nela König
Inga Humpe Foto: Nela König

Inga Humpe, geboren 1956, ist seit den 1980er Jahren eine bekannte deutsche Popsängerin und Komponistin. Sie begann als Sängerin der Neonbabies, berühmt wurde ihr Neue Deutsche Welle-Hit Codo (Ich düse, düse, düse im Sauseschritt) mit der Band DÖF (Deutsch-Österreichisches Feingefühl). Seit dem Jahr 2000 singt sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Tommi Eckart in der Band 2raumwohnung. Mit dieser Formation trat sie im Oktober 2007 bei der Deutschlandpromenade in Nanjing auf. Als zweites Standbein führt die Künstlerin gemeinsam mit Tommi Eckart das Plattenlabel it.sounds in Berlin.

1. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?
Ich war in Indien und hab mich entschleunigt, Abstand zum Alltag gewonnen und 12 Bücher gelesen.

2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit China?
Ich habe vor einiger Zeit Pearl S. Buck gelesen und konsultiere seit ein paar Jahren eine chinesische Ärztin. In London und New York bin ich oft in China Town rumgehangen, hab dort gegessen und Läden angeschaut.

3. In welcher Weise hat die Begegnung mit China Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?
Ich war positiv irritiert als ich in Nanjing war. Das Fremde war schön und neu für mich und die Begegnungen waren sehr emotional, was sehr gut zum Musikmachen passt. Den Einfluss kann man dann auf dem nächsten Album hören. In welcher Form, weiß ich allerdings noch nicht.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in China?
Bei unserem Auftritt das Tanzen auf der Bühne mit den gar nicht schüchternen Chinesinnen.

5. Was war Ihr unerfreulichstes Erlebnis in China?
Dass man sich zu bestimmten Themen, z.B. Tibet, nicht frei äußern darf.

6. Haben Sie eine chinesische Lieblingsspeise?
Crispy Fried Duck und Dim Sum.

7. Was ist für Sie “typisch Chinesisch"?
Dieser Strohhut und das Saiteninstrument Qin.

8. Welche Kulturleistung aus China beeindruckt Sie am meisten?
Die Zen-, oder Chinesisch „Chan“-, Meditation - eine uralte, aber sehr aufregende chinesische Entdeckung.

9. Mit wem in China würden Sie gerne einen Tag tauschen?
Mit der chinesischen Kaiserin Wu Zetian.

10. Welche Gewohnheit oder Idee aus China würden Sie gerne in Deutschland übernehmen?
Taiji, Zen-Meditation, das Rückwärtsgehenüben – diese Sachen haben wir hier schon begonnen.

Copyright: Deutsch-Chinesisches Kulturnetz
Februar 2008
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Journalistenaustausch „Medienbotschafter China-Deutschland"

Ein Projekt der Robert Bosch Stiftung und der Hamburg Media School.
10 Stipendien pro Jahr für 3 Monate. Bewerbungsschluss für Deutsche: 30. August 2008