Meng Fei

Meng Fei, Student der Wirtschaftsmathematik an der TU Berlin, lebt seit 7 Jahren in DeutschlandIn Deutschland zur Uni zu gehen, das ist jeden Tag eine spannende Erfahrung. Man lernt ständig Neues und trifft immer viele Leute. Bevor ich hierher kam, dachte ich nicht, dass das Studium in Deutschland so hart ist, vor allem in den höheren Semestern. Es ist anstrengend, wenn man studiert und nebenbei jobben muss. Vielleicht bietet sich mir nach dem Studium ja eine neue Gelegenheit. Also Zähne zusammenbeißen und weitermachen.
Die Dozenten benutzen sehr viele elektronische Unterrichtsmittel und die Hausarbeiten werden auf elektronischem Weg übermittelt und korrigiert. Das ist alles sehr effektiv gestaltet.
Die familiären Bindungen der Deutschen sind sehr locker: Ich arbeite in einem chinesischen Restaurant und zu unseren Gästen gehören auch ganze Familien, die bei uns essen. Allerdings nacheinander. Da passiert es dann manchmal, dass der Vater sich bei uns erkundigt, wie es seinem Sohn gehe oder umgekehrt fragt der Sohn nach dem Vater. Ich wundere mich nur, warum sie nicht direkt miteinander sprechen.
Und noch was: Ich finde die Ernährung der Deutschen sehr einseitig. Mittags kauen meine Kommilitonen auf ihrem Brot herum. In der Mensa gibt es immer wieder die gleichen paar Gerichte, aber man wird wenigstens satt. Viele Kommilitonen knabbern einfach rohe Möhren und behaupten, das sei sehr nahrhaft.
Nach meinem Abschluss möchte ich eine Zeitlang in Deutschland arbeiten, bevor ich nach China zurückgehe, denn China entwickelt sich derzeit richtig gut. Zwar ist die Bezahlung in Deutschland etwas besser, aber man muss sich auch sehr anstrengen dafür. Dieser Druck ist in China nicht so hoch.
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Juli 2007
Juli 2007






