Salonkultur fördert zivilgesellschaftlichen Diskurs


Umweltsalon im Bridge Book House, Chongqing, Februar 2010
Foto: shizongwei © ImagineChina
Foto: shizongwei © ImagineChina
Der folgende Artikel erschien am 28. Oktober 2010 in Asia Weekly.
China hat seine Liebe zur Salonkultur entdeckt. So gibt es in Peking den Sanwei Bookstore, die One Way Street Library, das Transition Institute, das Ullens Center for Contemporary Art (UCCA) oder den Ladies' Bookstore Saloon, in Shanghai Dupin, in Guangzhou die Ao Tu Bar und den New Media Women Salon, in Chengdu den Caotang Buchclub und in Hongkong schließlich Co-China und Hongkong Reader. Die Themen, über die man dort spricht, reichen von gesellschaftlichen Reformen bis hin zu Fragen des persönlichen Lebens, und weil oft mutige und progressive Meinungen geäußert werden, behalten die örtlichen Behörden einige der Salons genau im Auge. Und trotzdem, im Stillen duldet man sich gegenseitig. Verfassungsreformen und Meinungsfreiheit gehören zu den heißesten Themen. Sie fördern in einer öffentlichen Sphäre den Dialog unter den Bürgern und bereiten den Weg für die sich in China entwickelnde Zivilgesellschaft.
Am Sonntagnachmittag drängen sich im Obergeschoss eines kleinen Buchladens die Menschen. Auf manchen Sitzplätzen quetschen sich zwei oder gar drei Leute, während noch mehr Besucher hinter den Stuhlreihen stehen. Sogar auf der Treppe sitzt man dicht an dicht. Die zu spät Gekommenen gelangen nicht einmal in den ersten Stock hinauf und nehmen damit vorlieb, im Verkaufsraum im Erdgeschoss an die Wand gelehnt zu stehen und mit gespitzten Ohren auf das zu hören, was aus den Mikrofonen im Obergeschoss nach unten dringt. Die meisten harren über zwei Stunden in stehender Position aus. So geht das Woche für Woche.

Salon in der One Way Street Library, Peking © One Way Street Library
Wir befinden uns in Peking in der One Way Street Library, die ein gewisses Renommee genießt. Zum One Way Street Salon sind wie fast jeden Sonntag 100 bis 200 Leute gekommen, um zuzuhören und zu diskutieren. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 haben hier bereits über 500 Salonveranstaltungen stattgefunden. Der Leiter des Salons Xiao Wu (小武) meint, dass man bei der One Way Street von einem „Salon“ spreche und nicht von einer „Vortragsveranstaltung“ liege daran, dass „hier weder Unterricht noch Vorlesungen stattfinden, sondern dass alle, so hoffen wir, auf gleicher Augenhöhe diskutieren können.“
Gerade haben der junge Wissenschaftler und Autor Xiong Peiyun (熊培云) und der japanische Student Kato Yoshikazu (加藤嘉一) ein riesiges Thema angeschnitten: „Wie kann der Einzelne die Gesellschaft verändern?“ Nach einem etwa halbstündigen Vortrag folgt eine knapp zweistündige Publikumsdiskussion, bei der zwischen den beiden Rednern und den Zuhörern eine hitzige Debatte entbrennt, ja fast ein Streit. Xiong Peiyun ist der Auffassung, noch wichtiger als die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft sei die Auseinandersetzung mit sich selbst. Sofort erhebt sich eine Zuhörerin, um zu widersprechen. Das sei feige, meint sie mit bitterem Ton. Wie könne er zusehen, wie sich vor seinen Augen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft abspielten und nichts dagegen tun. Um die Welt zu verändern, müsse man bei sich selbst anfangen, entgegnet Xiong Peiyun: „Im Herzen sehe ich niemanden als Feind an, nur als Mensch, dem es zu helfen gilt.“ Ein Mann aus dem Publikum steht auf und unterstützt Xiong Peiyun. Dann geht das Gespräch weiter. Viele Zuhörer erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und von ihren Sorgen um die heutige Gesellschaft. Einer ist dafür, sich an die Obrigkeit zu wenden, ein anderer fordert politische Reformen und ein Dritter berichtet, wie man ihn von klein auf bis ins Erwachsenenalter einer Umerziehung“ unterzogen hatte.
Der Großteil der Zuhörer im One Way Street Buchladen besteht aus jungen Leuten, die in den 1980er Jahren geboren wurden. Die Statistik ergibt für diesen Nachmittag, dass die Hälfte von ihnen Studenten sind. Doch auf der Treppe sitzen auch Leute mittleren Alters und ältere Damen mit grauen Haaren, die sich mit gesenktem Kopf fleißig Notizen machen.

Chen Danqing in der One Way Street Library, Peking © One Way Street Library
Dass auch Shen Wen (沈雯) als Angestellte einer Bank mit ausländischem Kapitalanteil den Weg hierher gefunden hat, liegt ihren Worten nach daran, dass sie diese „Atmosphäre des Idealismus“ miterleben möchte, selbst wenn sie ihr Studium schon vor vielen Jahren abgeschlossen hat. „Anfangs hat mich dieses Thema gar nicht interessiert. Es schien mir zu weit gefasst, als dass es darauf eine Antwort gäbe. Doch die Atmosphäre, die hier herrscht, hat mich sehr bewegt, sie ist sehr warm. Solche Diskussionen rufen mir wieder Vieles in Erinnerung, das ich bereits vergessen hatte, oder sie stoßen mich auf Fragen, über die ich normalerweise überhaupt nicht nachdenken würde.“
Der Salon: Aufklärungsunterricht für die Bürger
Schaut man über die Grenzen der Hauptstadt hinaus, sieht man, dass die Salonkultur nicht nur in Peking, sondern auch in Shanghai, Kanton, Chengdu, Hangzhou und Hongkong und vielen anderen Orten Chinas blüht und an immer neuen Orten Wurzeln schlägt. Der One Way Street Salon ist also keineswegs ein Einzelphänomen.
Jedes Wochenende finden über die Hauptstadt verstreut parallel sieben bis acht Salons zu bürgernahen Themen statt, wobei zu jeder Veranstaltung um die hundert Zuhörer kommen. Gleichzeitig werden außerdem in sieben bis acht Cafés Dokumentarfilme gezeigt und diskutiert. Abgesehen von gesellschaftlichen Themen finden auch Lesungen oder Veranstaltungen zu Astrologie, spiritueller Selbstfindung, Naturwissenschaft und Technik oder „Bürodiplomatie“ statt. Offene Salons zu einem breiten Spektrum an lebensnahen Themen anzubieten ist in den Cafés derzeit also der letzte Schrei.
Sanwei Bookstore, One Way Street Library, Transition Institute, Ullens Center for Contemporary Art (UCCA) oder Ladies‘ Bookstore Saloon in Peking, Dupin in Shanghai, die Ao Tu Bar und der New Media Women Saloon in Guangzhou, der Caotang Buchclub in Chengdu sowie Co-China und Hongkong Reader in Hongkong, sie alle veranstalten Bürgersalons, die sich lokal einen gewissen Bekanntheitsgrad erworben haben.
Vor einigen Jahren waren in China sogenannte „Auditorien“ angesagt: So gab es im Süden Chinas die „Lingnan Auditorien“ und im Norden die „Yanshan Auditorien“. Meist von Medien organisiert, wurden hier namhafte Gelehrte eingeladen, um für die Bevölkerung öffentliche Vorlesungen zu allgemeinen Themen zu halten. Zu einem einzigen Auditorium kamen oft mehrere hundert oder tausend Zuhörer. Die „Auditorien“, die sich längst als Marke etabliert haben, gibt es immer noch. Allerdings entwickelt sich derzeit von den „Auditorien“ über die „Salons“ ein weit bunterer und offenerer diskursiver Raum an der Basis der Gesellschaft.
Aus der Sicht von Guo Yujie (郭玉洁), der in der Medienbranche arbeitet, leisten diese Bürgersalons mit ihren immerhin um die hundert Zuhörern jeder für sich einen kleinen Beitrag zum Aufbau der Zivilgesellschaft. Solange frei und unabhängig diskutiert werde und der Einzelne seine eigene Meinung vertrete, sei es egal, ob man sich dabei den großen Themen der Gesellschaft oder dem Lebensglück des Einzelnen widme.
Den Diskurs muss man in China noch lernen
Li Shiqiang (李世强) und Liu Yuansheng (刘元生) führen mit dem Sanwei Bookstore seit zwanzig Jahren den ältesten Salon in einem Buchladen. Doch dem Ehepaar zufolge war die größte Herausforderung über all die Jahre ihres Einzelkämpfertums bis hin zur neuerlichen Etablierung, den Dialog als Geisteshaltung einzuführen: „Unser öffentliches Diskussionsforum sollte nicht dazu da sein, dass eine Stimme die andere niederdrückt, sondern dass alle Stimmen zu Wort kommen. Den Diskurs muss man in China noch dringend lernen.“
Der im Mai 1988 eröffnete Sanwei Bookstore ist einer der ältesten privat geführten Buchläden in China. Die Besitzer Li Shiqiang und Liu Yuansheng zählen zur alten Garde der Intellektuellen. Nachdem sie 1992 im Obergeschoss des Buchladens eine Teestube eingerichtet hatten, fingen sie mit dem Vortragszirkel an und waren ihrer Zeit damit weit voraus. Anders als im One Way Street Salon ist das Publikum hier meist im Alter zwischen dreißig und fünfzig und kommt aus allen möglichen Berufen.
Im Sanwei Bookstore beträgt die Redezeit 60 Minuten, die anschließende Diskussion 90 Minuten. Der Vortrag darf nicht länger, die Diskussion nicht kürzer ausfallen. Da hier Verfassungsreformen, Meinungsfreiheit oder die unteren Schichten der Gesellschaft gängige Themen sind, haftet dem Buchladen der Ruf einer zivilen Front der „Liberalen“ an. Nicht selten kommt es hier zu heftigen Debatten, bei denen sich die Kontrahenten die Köpfe heiß reden.
Man brauche nicht nur Reformen auf der oberen Regierungsebene, auch die Bevölkerung müsse so weit sein, betonte der Rechtswissenschaftler Xiao Han (萧瀚), als er in der letzten Woche (im Oktober 2010, Anm. d. Red.) im Bookstore über „Die Unabhängigkeit der Justiz und politische Reformen“ sprach. „Ohne eine reife Zivilgesellschaft haben politische Reformen, wie auch immer sie aussehen mögen, keinen Sinn.“ Woher denn die Zivilgesellschaft die Antriebskraft nehmen solle, um Reformen zu erzwingen, wurde aus dem Publikum gefragt. „Aus der Meinungsfreiheit“, entgegnete Xiao Han, „und gerade jetzt ist die beste Gelegenheit, der Staatsgewalt Reformen abzunötigen.“ Worauf sich ein aufgebrachter Zuhörer von seinem Platz erhob und lautstark bekundete, wie enttäuscht er gleichermaßen von Staatsmacht und geistiger Elite sei. Die Intellektuellen seien die Lakaien der Politik und würden wie Xiao Han über die Korruption der Regierung milde hinwegsehen. Xiao Han hob gerade dazu an, geduldig zu erklären, warum man graduelle Reformen bräuchte und keine radikale Revolution auf der Straße, als ihm der Mann mittleren Alters schon wieder das Wort abschnitt, seiner Verzweiflung Luft machte und sich mit lauter Stimme an das Publikum wandte: „Wie könnt ihr das noch länger ertragen...“
Das Ergreifende war, dass, noch ehe Xiao Han sich verteidigen oder Li Shiqiang den Mann zur Ruhe mahnen konnte, das Publikum mit dem Hitzkopf schon selbstbewusst debattierte: „Du kannst mit jemanden nicht einer Meinung sein, aber du darfst ihm nicht das Wort abschneiden“, „Hör dir erst an, was er sagt, anschließend kannst du diskutieren.“
In der Folge musste der radikale Mann wegen seiner scharfen Äußerungen weder die Veranstaltung verlassen noch wurde er von den übrigen Zuhörern wegen seiner extremen Haltung beschimpft. Auch als über das hochsensible Thema der politischen Reformen diskutiert wurde, blieben die Gäste allseits beherrscht und vernünftig. Offensichtlich entsteht allmählich eine Atmosphäre des „Bürgerdialogs“ wie sie sich die Inhaber des Buchladens wünschen.
Nach einem Besuch in den Pekinger Salons der One Way Street oder dem Sanwei Bookstore zeigen sich viele Ausländer überrascht darüber, dass es in China öffentliche Salons gibt, in denen man derart mutig seine Meinung äußern kann.

Salon im Sanwei Bookstore, Peking, Juli 2009, Foto: Song Shutao
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Als der Schriftsteller Ye Fu (野夫) in der One Way Street über„Privates Schriftstellertum“ spricht, beziehen sich die Fragen allerdings fast ausnahmslos auf die von Wen Jiabao (温家宝) angesprochenen politischen Reformen. Ein junger Zuhörer steht sogar auf und stellt die Frage: „Wie sehen Sie die Demokratiebewegung im Ausland?“ Ye Fu zögert einen Moment, dann antwortet er lächelnd: „Ich war früher Polizist, und ich bin mir sicher, dass hier unten ein paar meiner früheren Kollegen sitzen. Um die Organisatoren dieser Veranstaltung nicht in Schwierigkeiten zu bringen, sollte ich wohl nicht zu viel sagen...“ Seine Meinung hat er dann allerdings trotzdem dargelegt, Satz für Satz und in aller Ruhe.
Am 25. Oktober 2010 hielt der US-Botschafter in China, Jon Huntsman, eine Rede im Sanwei Bookstore. Die Besitzer des Buchladens taten alles, um eine tolerante Atmosphäre zu wahren und ließen auch Fragen zur Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo (刘晓波) zu. Weltweit müssten sich Politiker alle mögliche Kritik gefallen lassen, meinte Huntsman abschließend, das müsse man in China noch lernen. „Dass wir hier und heute miteinander sprechen konnten, ist fantastisch. Ich finde es toll, dass wir über diese Sachen diskutieren können. Ich betrachte das als ein positives Symbol für den Entwicklungsstand der chinesischen Gesellschaft.“
Eine Woche vor dem Besuch Huntsmans hätte eigentlich Xin Ziling (辛子陵) im Sanwei Bookstore über politische Reformen sprechen sollen. Doch auf Druck der nationalen Sicherheitsbehörden und in einer Atmosphäre, da sich der Staat angesichts des Liu Xiaobo-Falls darum bemühte „Stabilität zu wahren“, hatte er seine Reise nach Peking nicht antreten können. Nichtsdestotrotz sagte der Buchladen den Salon nicht ab, sondern bat stattdessen den Juristen Xiao Han, einzuspringen und disponierte auf das Thema „Die Unabhängigkeit der Justiz und politische Reformen“ um.
Dem Besitzer des Buchladens Li Shiqiang zufolge kommt es schon dann und wann vor, dass Redner wegen eines sensiblen Themas kurzfristig ausgetauscht werden, wenn auch in den letzten Jahren nur noch selten. „Nach jahrelangen Bemühungen hat unser Meinungsforum mit den Behörden, die uns überwachen sollen, eine Art stilles Abkommen geschlossen.“ Während unsere wöchentlichen Salons stattfinden, parkt zwar immer ein Polizeiauto in gewisser Entfernung zu unserem Buchladen und unter den Zuhörern könnte durchaus ein Polizist in Zivil sitzen, aber es findet vor Ort keine Einmischung in die Diskussion statt. „Auch dass Xin Ziling über politische Reformen sprechen wollte, hatten unsere Sicherheitsbehörden schließlich stillschweigend erlaubt. Es waren die Behörden auf Seiten von Herrn Xin, die so großen Druck ausübten, dass er nicht abreisen konnte.“
Die Bürgerdiskussionen, die oft um gesellschaftliche Themen kreisen, rufen zwangsläufig die Sicherheitskräfte, die zur „Wahrung der sozialen Stabilität“ abgestellt sind, auf den Plan. Doch dass heutzutage immer seltener direkt interveniert und immer mehr stillschweigend toleriert wird, gibt den Organisatoren der Salons Anlass zur Hoffnung. Selbst in kritischen Zeiten wie zur Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo „meldet“ sich die Polizei höchstens mal, aber sie spricht keine Verbote aus.
Du Ting (杜婷) zufolge, die als Journalistin das Co-China Forum in Hongkong betreibt und es im chinesischen Internet live überträgt, ist die Form der Salons im Sinne der Aufklärung der Bevölkerung zweifelsohne „das direkteste Medium“. „Es wird nicht wie im Fernsehen oder den Zeitungen nur in eine Richtung gesendet, und es ist nicht so virtuell wie im Internet. Die Salons betonen vor allem den Diskurs. Und genau das fehlt in unserem Bildungssystem und ist für das Entstehen einer Zivilgesellschaft am notwendigsten.“
Wenn Du Ting bedenkt, dass zwischen 2009, als man in den Salons dazu aufrief, den inhaftierten Bürgerrechtler Xu Zhiyong (许志永) zu retten, und heute, da man in China frei über Liu Xiaobo debattiert, nur ein Jahr liegt, hat sie das Gefühl, dass „wir als chinesische Bürger immer weniger Angst haben, über sensible Themen zu diskutieren. Wir sind nicht mehr so ängstlich.“
Nach 229 Veranstaltungen zog die One Way Street Library aus Existenzgründen in das neue Einkaufszentrum Solana um. Aber auch in diesem kommerziellen Umfeld mit seinen Gebäuden im europäischen Stil ist der „Respekt vor den Intellektuellen“ nicht verloren gegangen. Ganz im Gegenteil: Die Salons am Wochenende haben gerade mitten im Einkaufzentrum noch größeren Zulauf. In der Solana Mall wurden mit Zhang Yihe (章诒和), He Weifang (贺卫方), Zhang Ming (张鸣), Liang Wendao (梁文道), Chen Danqing (陈丹青), Zhu Tianwen (朱天文), Luo Yongjie (罗永浩), Zhang Dachun (张大春), Mo Yan (莫言) und Ye Fu (野夫) und vielen Anderen bereits weitere 300 Salonveranstaltungen abgehalten. Solche Gäste locken die Menschen, wie zu Beginn des Artikels geschildert, scharenweise in die zwei Etagen des kleinen Buchladens – bei jeder Wetterlage.
Nach dem Schulterschluss mit der One Way Street Library hat das Solana Einkaufszentrum die Straße, in die der Buchladen gezogen ist, „Linkes Ufer“ getauft. Mag sich damit der fromme Wunsch auf ein „Rive Gauche“ der Salons, der Ideale und der Freiheit verbinden - und könnte nicht die sogenannte Zivilgesellschaft gerade an jedem dieser „Linken Ufer“ zu einem Selbstläufer werden?
Text: Zhang Jieping (张洁平)
Journalist, Asia Weekly
Übersetzung: Julia Buddeberg
Dezember 2010
Journalist, Asia Weekly
Übersetzung: Julia Buddeberg
Dezember 2010









